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Corona-Zeiten

Leben und Tod

„Es geht um Leben und Tod“, sagte der bayrische Ministerpräsident Markus Söder vor ein paar Tagen und begründete damit die drastischen Maßnahmen, die Bayern ergreift, um der Corona-Krise zu begegnen.

In der Tat, darum geht es – aber nicht erst seit der Corona-Virus die Welt in Atem hält. Leben und Tod – das eine gibt es nicht ohne das andere; unser Leben ist von Beginn an dem Tod geweiht. Das ist die ungeschminkte Wahrheit. Unsere moderne Gesellschaft tendiert allerdings dazu, diesen Umstand mit aller Macht zu verdrängen. Dabei gewinnt jedes Leben doch genau dadurch seinen Wert und seine Bedeutung, dass es gerade nicht unendlich ist, sondern begrenzt.

„Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“, so der Beter des 90. Psalms. In anderen Worten: Klug, gelassen und weise wird und handelt der Mensch, der sich mit seiner Sterblichkeit versöhnt hat.

Die Wochen des verordneten Rückzugs bieten vielen von uns reichlich Gelegenheit, solchen zunächst unbequemen Gedanken etwas mehr Raum zu geben. Nur Mut!

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